Zielsetzung und Hintergrund

Karikatur ohne Bissigkeit, Drastik, Schärfe ergibt für mich keinen Sinn. Man hat mir oft Geschmacklosigkeit und Brutalhumor vorgeworfen. Wer denn, wenn nicht Satiriker, soll die Dinge beim Namen nennen?.“

Manfred Deix, entnommen der homepage www.karikaturenmuseum.at

Der in jedem zweiten Jahr verliehende Kunstpreis „Der Freche Mario“ wurde ursprünglich gestiftet vom damaligen Vorsitzenden des bfg mÜnchen und wird in diesem Jahr (2012) von fünf Organisationen ausgeschrieben, finanziert und organisiert. Das sind im einzelnen die Agentur 84GHz, der bfg mÜnchen, die Giordano Bruno Stiftung, der IBKA e.V. und die Kulturbühne Hinterhalt.  Die Zielsetzung, die Teilnahmebedingungen und alles übrige sind im wesentlichen unverändert geblieben.

Der Kunstpreis wurde ins Leben gerufen, um die Forderung nach Abschaffung des Paragrafen 166 StGB wirkungsvoll zu unterstreichen. In modernen Zeiten müssen wir hierzulande auch aktuell wieder fassungslos mit ansehen, wie Kunst und Künstler von religiösen Eiferern eingeschüchtert und gar mit dem Tod bedroht werden, weil sie es wagen, sich mit religiösen Glaubensvorstellungen kritisch zu befassen (siehe hierzu z.B. Situation in Saudi-Arabien [2], Iran, Indonesien , Pakistan [2], Tunesien und Kuwait). Nicht nur Salman Rushdie, Gerhard Haderer und ganz aktuell Fazil Say und Shahin Najafi sind davon betroffen… Letzterer lebt mitten in Deutschland und mußte aufgrund der anhaltenden Morddrohungen gegen ihn – mithilfe des Journalisten Günter Wallraff – untertauchen!

Die diesjährigen Organisatoren des Kunstpreis „Der Freche Mario“ verstehen es als ihre Aufgabe, sich als humanistische Demokraten dafür einzusetzen, dass Meinungs-, Presse-, Kunst- und Religionsfreiheit keine hohlen Floskeln sind, sondern verteidigt gehören und nicht hoch genug geachtet werden können. Schließlich sind sie mühsam genug durchgesetzt worden, insbesondere gegen die Vertreter der monotheistischen Religionen.


Wie aktuell die Forderung nach Abschaffung des Paragrafen 166 StGB ist belegt alleine schon die hohe Anzahl an Bewerbungen um diesen Preis; bereits im Jahr der ersten Ausschreibung waren es fast 700! Der Kunstpreis „Der Freche Mario“ möchte alle  Künstler und Kulturschaffenden ermutigen, sich für die die Freiheit der Kunst einzusetzen und sich mit ihren Arbeiten am diesjährigen Mario teilzunehmen. 


Für alle Arten der Unterstützung, Verbreitung, Bewerbung bedanken wir uns an dieser Stelle nachhaltig. Spenden zur Erhöhung des ausgeschriebenen Preisgeldes sind herzlich willkommen unter dem Stichwort „Der Freche Mario“ auf das KontoNr. 1815-801 Postbank München, BLZ 700 100 80. Plakate und Flyer können angefordert werden, wir schicken gerne zu.